Rainer Böhme und Heiko Reinholz auf der Finca Fulda – genau hier beginnt die Reise unseres Kaffees.
Kommt mit uns nach Mexiko!
Die Reise zur Finca Fulda beginnt nicht erst in Mexiko, sondern schon hier bei uns in Fulda. Mit der Entscheidung, wieder hinzufliegen, mit der Vorfreude auf das, was einen erwartet, und mit dem Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, der längst mehr ist als nur eine Kaffeefarm.
Von Frankfurt aus geht es über den Atlantik nach Mexiko. Je nach Verbindung ist man gut elf bis zwölf Stunden unterwegs, bis man landet. Doch damit ist man noch lange nicht am Ziel angekommen. Nach der Landung führt der Weg noch einige Stunden weiter, oft mit dem Jeep, über schmale Straßen und durch unwegsames Gelände. Die Landschaft wird immer dichter, grüner und ursprünglicher, bis man schließlich im Hochland von Chiapas ankommt. Spätestens dort merkt man, dass diese Reise mehr ist als nur ein Besuch. Es ist der Weg zurück zum Ursprung.

Mitten im Hochland von Chiapas
Die Region rund um Tapachula im Süden Mexikos gehört zu den bedeutendsten Kaffeeanbaugebieten des Landes. Auf Höhenlagen zwischen etwa 1300 und 1500 Metern herrschen Bedingungen, die man sich für Kaffee kaum besser wünschen kann. Warme Temperaturen, regelmäßiger Regen und fruchtbare Böden sorgen dafür, dass die Pflanzen langsam wachsen und die Bohnen ihr volles Aroma entwickeln können.
Wenn man dort steht, zwischen den Kaffeepflanzen, versteht man schnell, warum Herkunft so entscheidend ist. Kaffee entsteht nicht einfach, er entwickelt sich über Monate hinweg und wird von der Umgebung geprägt, in der er wächst.

Die Finca Fulda und ihre Geschichte
Die Geschichte der Finca Fulda beginnt mit einer Entscheidung, die viele Jahre zurückliegt. Rainer Böhme, ursprünglich aus Fulda, wanderte in den 1970er Jahren nach Mexiko aus und begann in den 1980ern mit dem Kaffeeanbau in der Region Chiapas. Was damals klein angefangen hat, ist über die Jahre zu etwas Großem gewachsen. Heute bewirtschaftet er gemeinsam mit rund 500 Mitarbeitenden mehrere Farmen mit einer Fläche von etwa 280 Hektar. Eine dieser Farmen trägt den Namen „Finca Fulda“ – ein bewusst gewählter Bezug zu seiner alten Heimat, der bis heute geblieben ist.
Wenn man mit ihm spricht, merkt man schnell, wie viel Herzblut in diesem Ort steckt.
Warum wir immer wieder hinfliegen
Seit 2018 arbeiten wir direkt mit Rainer und seinem Team zusammen. Für uns bedeutet das nicht nur, Rohkaffee einzukaufen, sondern wirklich vor Ort zu sein, die Menschen kennenzulernen und zu verstehen, wie Kaffee entsteht. Wir laufen über die Farm, sehen die Ernte, sprechen mit den Mitarbeitenden und erleben den Alltag dort mit. Dadurch bekommt man ein ganz anderes Gefühl für das Produkt. Kaffee ist plötzlich nicht mehr abstrakt, sondern etwas, das mit echten Menschen und echten Geschichten verbunden ist. Genau diese Nähe macht für uns den Unterschied.




Ein Blick in den Alltag auf der Farm
Es sind oft die kleinen Situationen, die besonders in Erinnerung bleiben. Einmal stand Heiko zusammen mit einer Frau aus dem Team in der Küche, die sich dort um die Verpflegung kümmert. Sie ist vielleicht 1,50 groß, während er fast zwei Meter misst, und trotzdem stehen beide ganz selbstverständlich nebeneinander am Herd und kochen gemeinsam. Dieses Bild sagt eigentlich schon alles darüber, wie es dort zugeht. Auf der Finca wird jeden Tag frisch für alle Mitarbeitenden und ihre Kinder gekocht. Dafür gibt es sogar eine eigene Tortilla-Maschine, die dafür sorgt, dass die Grundversorgung gesichert ist. Es geht dabei nicht um Besonderheiten, sondern um etwas sehr Grundlegendes: dass alle gut versorgt sind.
Verantwortung, die man vor Ort spürt
Was die Finca Fulda besonders macht, zeigt sich nicht nur im Kaffee, sondern vor allem im Umgang mit den Menschen, die dort arbeiten. Rainer legt großen Wert darauf, dass seine Mitarbeitenden fair entlohnt werden und dass auch ihre Familien ein gutes Umfeld haben. Auf der Farm gibt es eine eigene Schule für die Kinder, regelmäßige Mahlzeiten für alle und eine medizinische Versorgung, wenn sie benötigt wird. Diese Strukturen sind über Jahre gewachsen und haben einen echten Einfluss auf die Region. Man merkt vor Ort schnell, dass es hier nicht nur um Produktion geht, sondern um Verantwortung.




Der Weg des Kaffees nach Deutschland
Nach der Ernte beginnt die Reise des Kaffees, die ihn schließlich bis nach Fulda bringt. Die reifen Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt und sorgfältig weiterverarbeitet. Anschließend wird der Rohkaffee in grob gewebte Jutesäcke abgefüllt, die jeweils etwa 70 Kilogramm fassen und mit dem Logo der Finca Fulda versehen sind.
Von dort aus geht es Schritt für Schritt weiter:
- Transport per LKW-Konvoi zum Hafen in Veracruz
- Verschiffung im Container über den Atlantik
- Ankunft in Hamburg oder Bremerhaven
- Weitertransport bis zu uns nach Fulda
Insgesamt ist der Kaffee etwa sechs bis acht Wochen unterwegs, bevor er bei uns eintrifft und weiterverarbeitet wird.

Vom Rohkaffee zur Hausreihe in Fulda
Wenn der Kaffee bei uns ankommt, beginnt der Teil, den viele kennen: die Röstung. Aus den Bohnen der Finca Fulda entsteht unsere Hausreihe, die wir als Filterkaffee, Caffè Crema und Espresso rösten. Jede dieser Varianten hat ihren eigenen Charakter, auch wenn sie alle denselben Ursprung teilen.
Der Filterkaffee zeigt sich eher klar und ausgewogen, mit schokoladigen und nussigen Noten sowie feinen Anklängen von Vanille und Frucht. Der Caffè Crema ist runder und weicher, mit einer harmonischen Balance aus Haselnuss und Schokolade. Der Espresso bringt mehr Tiefe mit und erinnert an dunkle Schokolade und Karamell, begleitet von einer leichten Süße. Was alle drei verbindet, ist eine ruhige, ausgewogene Aromatik und eine Herkunft, die man tatsächlich schmecken kann.

Mehr als nur Kaffee
Wenn wir von der Finca Fulda sprechen, geht es nicht nur um ein Produkt, sondern um eine Verbindung, die über viele Jahre gewachsen ist. Wir wissen, wo unser Kaffee herkommt, wir kennen die Wege, die er zurücklegt, und wir kennen die Menschen, die dahinterstehen. Genau das macht für uns den Unterschied und genau das möchten wir auch weitergeben. Am Ende landet all das in einer Tasse Kaffee, die mehr erzählt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

FAQ – Häufige Fragen zur Finca Fulda
Der Flug von Frankfurt nach Mexiko dauert etwa elf bis zwölf Stunden. Danach folgt eine mehrstündige Weiterfahrt ins Hochland von Chiapas.
Vom Verladen auf der Farm bis zur Ankunft in Fulda dauert es in der Regel etwa sechs bis acht Wochen.
Die Kombination aus Höhenlage, Klima und Handernte sorgt für ein ausgewogenes, aromatisches Profil mit nussigen und schokoladigen Noten.
Zu unserer Hausreihe mit dem Totenkopf gehören Filterkaffee, Caffè Crema und Espresso, die alle aus denselben Bohnen entwickelt werden, aber unterschiedlich geröstet sind.
Auf der Finca werden unter anderem eine Schule, tägliche Mahlzeiten und medizinische Versorgung für Mitarbeitende und ihre Familien ermöglicht.



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